Mein Wunsch für 2016: Eine erneute höchstrichterliche Ohrfeige für die Vorratsdatenspeicherung, sowie eine wasserdichte Ausgestaltung der Richtlinie zu Netzneutralität.Linus Neumann, Chaos Computer Club
Mein netzpolitisches Highlight 2015? Die Diskussion über die „Hasskommentare“ bei Facebook. Wenn Facebook eines schonungslos offenlegt, dann den Bildungsnotstand in Deutschland: 40 Jahre Gesamtschule, und die Leute wissen nicht mal, wie man „Fuck“ schreibt. Deshalb ist mein Wunsch für 2016 auch, dass man nur noch Beiträge ernst nimmt, in denen wenigstens die Rechtschreibung stimmt. Bildungsbarrieren rauf, nicht runter: Das wäre mein Vorschlag für mehr Zivilität im Netz!Jan Fleischhauer, SPIEGEL-Kolumnist
Mein netzpolitisches Highlight war die Entscheidung, die Netzneutralität in den USA effektiv abzusichern und damit eines der grundlegendsten Prinzipien, das den Erfolg des Internet, wie wir es heute kennen, erst ermöglichte, zu bewahren. Mein Wunsch für 2016 wäre, dass auch die Bundesregierung die Debatten um die digitale Zukunft unserer Gesellschaft endlich offen und mit der Zivilgesellschaft führt – statt hinter verschlossenen IT-Gipfel-Türen.Jörn Pohl, Büroleiter Konstantin von Notz, MdB
Mein persönliches Highlight 2015: Die Netzpolitik.org-„Landesverratsaffäre“. Wie viele hinter den Betreiberinnen der Plattform standen, wie schnell und viel gespendet wurde, um ihnen zu helfen. Ich nenne es auch gern steuerlich absetzbare Landesverratsbeihilfe.Zoë Beck, 40, Autorin